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Weinwissen

Die neue Wildlust - welche Weine im Herbst richtig Spaß machen

Wie finde ich im Herbst den richtigen Wein zu Wildgerichten? Welcher Wein macht Spaß und passt wozu? Welche Regeln muss ich beachten? Welche Gerichte koche ich alternativ, wenn ich kein Wild möchte?

Wussten Sie, dass Frauen neuerdings immer öfter zur Waffe greifen – und damit voll im Trend liegen? Der Jagdschein ist längst kein Accessoire mehr, mit dem sich nur die Männerwelt schmückt.

Doch wenn die Damen auf die Pirsch gehen, geht es ihnen in erster Linie um den Schutz der Natur, weniger ums Erlegen. Und darum, selbst zu bestimmen, was auf ihren Tellern landet. Denn Hirsch, Hase und Co. schmecken nicht nur unwiderstehlich – Wildfleisch ist außerdem fettarm und gesund. Kein Wunder, schließlich knabbern die Tiere den ganzen Tag lang nur Blätter, Kräuter oder Tannenspitzen, während sie durch den Wald streifen.

Dass Wild auch deshalb beliebt ist, weil es sich so vielseitig wie einfach zubereiten lässt, ist kein Jägerlatein. Braten, schmoren, grillen: Wem das Aroma einer Hirschkeule zu intensiv daher kommt, bringt mit einem zarten Rehrücken edle Finesse ins Spiel. Bei den Beilagen oder Saucen darf dabei gern in der Obstkiste gewildert werden.

Für echte Typen - Marinierter Wildrücken vom Grill

Fehlt nur noch der passende Wein – und da liegen Sie mit einem roten Gewächs aus Übersee goldrichtig.

Welcher Wein zu welchem Wildgericht?

Als Grundregel gilt, dass der Rotwein eher kraftvoll, komplex und nicht zu jung sein sollte. Gereifte Weine haben vielschichtige Aromen entwickelt, die dem charakteristischen Wildaroma standhalten. Ein subtiler Tropfen würde gnadenlos untergehen.

Welcher Wein am besten zu Hirsch, Reh, Wildschwein, Federvieh oder Kaninchen schmeckt, hängt von der Zubereitung ab sowie von der Intensität des Wildaromas.

Ein dezenter Geschmack wie bei Kaninchen oder Reh harmoniert am besten mit einem samtigen, vollmundigen Wein mit Frucht wie beispielsweise Pinot Noir oder mit dem rebsortenverwandten Pinotage.

Der intensive Wildcharakter von Hirsch oder Hase dagegen verlangt kräftige Weine mit guter Tanninstruktur und Aromen, die auch im Wald vorkommen wie dunkle Beeren, Pilze oder Moos. War der Wein im Barrique, umso besser. Eine Holznote verträgt sich bestens mit den Röstaromen im Fleisch. Super Wildpartner sind Merlot, Malbec, Carmenere, Shiraz oder Cabernet Sauvignon.

Wenn es dennoch lieber ein Weißwein sein soll, dann passt ein kräftiger, im Holzfass gereifter Chardonnay sicher am besten.

Hier sind drei Kandidaten, die ganz wunderbar mit Wild harmonieren.

Mit diesen Rotweinen sind Sie auf der richtigen Fährte

 

Der Pinot Noir von Altocedro ist ein fruchtiger Gegenpart zum markanten Wildaroma. Er spielt gekonnt mit dem Kontrast zwischen Himbeerfrucht und Gewürzen. Der elegante Rotwein aus den Höhenlagen von Mendoza punktet mit viel Harmonie, die aus der zehnmonatigen Reife im Barrique resultiert. Von diesem Ausnahmewein hat das Weingut 2.300 Flaschen gekeltert, schnell sein lohnt sich also.

Was dazu schmeckt: Reh – egal, ob vom Rost oder aus der Pfanne – und Pinot Noir sind wie gemacht füreinander. Ein echtes Traumpaar, das mit einer Frucht- oder Pilzsauce zu Höchstform aufläuft. Auch Kaninchen badet gern in Wein, dann bleibt es zart und mild im Geschmack. Vorher mit Kräutern einreiben, ab in den Ofen und mit einem Schlückchen die Wartezeit überbrücken – wirklich super einfach. Zu knusprig gebratenem Wildgeflügel wie Wachteln oder Ente ist Pinot Noir ein echter Volltreffer.

 

Edler Burgunder-Charakter steckt dem Meerendal Pinotage aus der Cellar Door Premium Range quasi in den Genen. Die Kultsorte Südafrikas wurde aus Pinot Noir und Hermitage gekreuzt und ist ein echtes Kraftpaket. Mit seinen Aromen von Schokolade, Beeren und Gewürzen pariert er jede Strenge. Ein erstklassiger Pinotage aus den Top-Lagen nördlich von Kapstadt mit feinen Tanninen und guter Balance.

Was dazu schmeckt: Saftiges Wildschweingulasch passt wunderbar zu Pinotage, der Wild-Schmorgerichten generell den letzten Pfiff verleiht.

 

Ein echter Wildfreund ist auch der William Fèvre Gran Cuvée Carmenère aus dem Maipo-Tal. Mit seiner saftigen Frucht, die an reife Waldbeeren erinnert, nimmt der Chilene es wunderbar mit der Würze des Fleisches auf. Kraftvoll, komplex und sogar solo ein Genuss.

Was dazu schmeckt: Zum würzigen Hirschragout oder Hirschrücken setzt der Carmenère tolle Akzente.

 

Egal, welches Wildgericht Sie am liebsten mögen, eins können wir Ihnen versichern: Der Genuss dieser Trophäen erfordert garantiert keinen Waffenschein.

Und wer partout kein Wild mag? Findet mit Rinderfilet, Lamm-Tajinen oder Aufläufen mit Hackfleisch ebenbürtige Alternativen, die ebenso perfekt zu unserer Weinauswahl passen.

Für alle, die lieber vegetarisch genießen, empfehlen wir im Herbst zum Wein deftig-leckere Gerichte wie Kürbis-Lasagne, Pilzrisotto, Süßkartoffeln mit Pilzfüllung, Kürbis-Pilz-Strudel, Steinpilze mit Bandnudeln, Ofengemüse (Butterkürbis, Pastinaken, rote Bete) mit Rosmarin oder Polenta mit Pilzrahmgulasch.

Auch die Jagd nach frischen Pilzen macht Lust ...

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