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Weinwissen

Rosé rockt den Sommer

Was macht Rosé so einzigartig? Was unterscheidet Rosé von Weiß- und Rotwein? Sagt die Farbe etwas über seine Qualität aus? Welche unterschiedliche Arten von Roséwein gibt es? Wozu schmeckt Rosé am besten?

Die Farbe des Sommers ist: Rosé! Schon rein optisch macht diesem Wein so schnell keiner was vor: von lachs-pastell bis erdbeerrot spielt er sein Repertoire so lässig rauf und runter wie kaum ein anderer. Und wie er duftet, mmh! ... einfach verführerisch.

Dieser Typ kann einfach alles: Begeistert solo genauso wie mit Häppchen zum Aperitif, hat Terrassenflair, ist cool im Cocktail – auch zum Essen zeigt er Stil und Klasse. Restsüße? Steht ihm ausgezeichnet. Sommer, Sonne und ein Glas Rosé in der Hand ­– selbst auf Balkonien fühlt man sich im Handumdrehen wie im Urlaub.

Tatsache ist: Rosé ist schon lange kein Wein mehr, mit dem man sich blamiert, wenn Gäste kommen.

Nur offen zugeben will das noch nicht jeder. Mit wenig anderen Statements kann man Möchtegern-Weinexperten oder Besserwisser-Weinfreaks so perplex machen wie mit einem Herzens-Bekenntnis zu Rosé: Echt jetzt, Rosé? Der Kompromisswein, wenn man sich als Paar nicht einigen kann auf Rot oder Weiß?

Höchste Zeit, ein paar Vorurteile und Irrtümer auszuräumen.

Irrtum Nr. 1: Rosé ist nur was für Frauen

Es gibt Rosés, die an Himbeerdrops erinnern, klar. Kein Grund, deshalb gleich die ganze Gattung an den Pranger zu stellen. Wie bei jedem anderen Wein, ist die Qualitätsskala nach oben hin offen. Viele Winzer zeigen ambitioniert, wie sensationell gut dieser Wein-Typ schmecken kann – von knochentrocken und fruchtig bis elegant perlend als Champagner.

Wer immer noch behauptet, Rosé sei ein Mädchenwein, hat die letzten Jahre vermutlich wenn nicht hinterm Mond, dann mindestens jenseits der vinophilen Zivilisation verbracht.

Oder, liebe Männer, bestellt ihr Rosé vielleicht nur deswegen nicht, weil ihr nicht mit etwas in der Hand gesehen werden wollt, das rosa ist? Überflüssig zu erwähnen, dass ihr einiges verpasst.

Zum Beispiel den Pinotage Rosé von De Krans, dessen aktueller Jahrgang 2018 gerade bei uns eingetroffen ist. Der Südafrikaner erfrischt an heißen Tagen mit bester Balance aus Säure und den Aromen roter Beeren. Ein Gute-Laune-Bringer, der für sich allein genauso gut schmeckt wie zu Fisch und Meeresfrüchten.

Die Welt der Roséweine ist erstaunlich facettenreich und reicht weit über die bekannten Gewächse aus der Provence hinaus. Ein Blick nach Übersee zeigt, dass beispielsweise in Südafrika und Südamerika Rosés gekeltert werden, die nicht nur hochwertig, sondern außerdem exzellente Essensbegleiter sind.

Womit wir bei Irrtum Nummer zwei wären.

Irrtum Nr. 2: Rosé passt nicht zum Essen

Absoluter Unsinn, das Gegenteil ist der Fall. Durch seine vielen stilistischen und geschmacklichen Facetten verbreitet Rosé nicht nur Urlaubsfeeling, sondern passt zu vielen Gerichten einfach perfekt.

Das Zusammenspiel von Säure und Frucht bringt viele Speisen erst richtig zum Leuchten. So mancher Rosé ist sogar kräftig genug, um mit einem Steak vom Grill mitzuhalten – eine tolle Alternative zum Rotwein an heißen Tagen. Mit Geflügel und Gemüse verträgt sich Rosé sowieso hervorragend.

Der Rosé von Avarizza aus der Sorte Canarí ist einer, der dem Essen sein ganzes Aromenpotential entlockt. Ein echter Geheimtipp dazu. Die Rebe wächst nur noch auf wenigen Hektar in Argentinien. Halbtrocken ausgebaut, überzeugt der Avarizza Canarí mit erfrischender Säure und feiner Restsüße, die bestens mit hellem Fleisch harmonieren. Sanfte Tannine verleihen diesem Rosé zusätzlich Struktur.

Rosé - ein idealer Begleiter zu Speisen

Von Lachs bis Geflügel, Asia-Küche oder Tapas: Rosé ist der perfekte Sommerwein – unbeschwert, aromatisch und fruchtig. Ein Typ für (fast) jede Gelegenheit. Kennen Sie schon das Sommer-Rezept Atún a la parrilla?

Wie ein Rosé hergestellt wird, ist dem einen oder anderen trotzdem noch ein Rätsel. Was wir hiermit gern lösen.

Irrtum Nr. 3: rot + weiß = Rosé

Ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält, ist, dass Weiß- mit Rotwein gemischt wird. Per se stimmt das nicht. Grundsätzlich entsteht Rosé aus roten Trauben. Und zwar so:

Nach dem Anquetschen der Beeren bleiben diese für einige Stunden in Kontakt mit der Maische, oft nur wenige Stunden (beim Rotwein bis zu mehreren Tagen). Sobald der gewünschte Farbton erreicht ist, trennt der Winzer die Beeren vom Most und vergärt diesen wie Weißwein.

Da sich die Farbstoffe nur in der Beerenhaut befinden, kann der Winzer mit der Maischezeit Farbe und Stilistik seines Weines bestimmen. Ob der Wein später in Zwiebel-Bronze oder in Himbeerrot aus dem Glas leuchtet, ist also keine Frage der Qualität, sondern der Stil des Hauses.

Ein sehr heller Rosé entsteht beispielsweise, wenn beim Pressen der Trauben der Most sofort abläuft und direkt weiterverarbeitet wird.

Schon mal etwas von Weißherbst gehört? So heißen Rosés in Deutschland, die aus nur einer Rebsorte gekeltert wurden. Bevorzugt aus Spätburgunder, der mit seiner animierenden Säure diesen Weinen enormen Schliff gibt. Der Begriff Weißherbst ist allerdings etwas aus der Mode gekommen.

Ein Blanc de Noir (wörtlich: weiß aus schwarz) sieht zwar auf den ersten Blick aus wie ein Weißwein, ist aber ebenfalls ein Rosé, ein hell gekelterter Wein. Der Begriff stammt aus der Champagne. Traditionell werden für eine Champagner-Cuvée neben Chardonnay zwei rote Sorten verwendet – Pinot Noir und Meunier. Da die Farbstoffe in den Beerenschalen sitzen, bekommt der Most bei entsprechend kurzer Maischestandzeit nur einen blassen Schimmer. Außerhalb der Champagne bezeichnen die Franzosen ihre Roséweine als vin gris.

Eine besondere Herstellungstechnik für Rosé ist das Saignée-Verfahren („ausbluten“), bei dem ein Teil des Mostes (10-20%) aus dem Rotwein-Gärbehälter abgezogen und anschließend wie Weißwein verarbeitet wird. Auf diese Weise entsteht ein Roséwein mit zartem Farbton. Nur am Rande: Saignée ist gleichzeitig ein natürliches Verfahren, um die Konzentration im Rotwein zu erhöhen.

Maische aus roten Trauben

Ein paar Ausnahmen gibt es aber doch bei der Rosé-Herstellung. Rotling (und seine Unterarten) beispielsweise ist ein Mix aus weißen und roten Trauben, die gemeinsam vergoren werden. Vor allem in Baden-Württemberg und Franken findet man diese Spezialitäten.

Der Unterschied von Rosé zu Weiß- und Rotweinen liegt im Herstellungsprozess. Während die Trauben für Weißwein gepresst und anschließend sofort vergoren werden, braucht es bei Rotwein einen weiteren Arbeitsschritt - das Einmaischen. Der Schalenkontakt mit dem Most ist essentiell, denn das Fruchtfleisch ist auch bei roten Sorten hell.

So, genug Theorie für heute. Wie wäre es mit Praxis und einem Glas Rosé? Dann bitte hier entlang zum Roséwein Entdeckerpaket!

Rezept für Cape Cocktail

Wer Lust auf einen erfrischenden und leichten Sommerdrink aus Südafrika hat, findet hier noch das Rezept unseres Cape Cocktail - perfekt als Start in einen launigen Sommerabend mit Freunden.

  • Limonenschale ins Glas geben
  • Kleines Bündel Minzblätter zwischen den Händen "anklatschen" und ebenfalls ins Glas geben
  • 2 Eiswürfel aus Johannisbeersaft dazu
  • Mit gut gekühltem Pinotage Rosé aufgießen

 

Cape Cocktail aus Südafrika

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