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Wein aus Pinot Noir

Als »Königin der Rotweine« genießt Pinot Noir weltweit einen besonderen Ruf. Die Rebsorte stammt ursprünglich aus dem Burgund und bringt dort seit Jahrhunderten einige der berühmtesten Rotweine der Welt hervor. Gleichzeitig hat Pinot Noir längst auch in Übersee eine Heimat gefunden. Vor allem in Neuseeland, Chile und den kühleren Höhenlagen Argentiniens entstehen heute beeindruckende Qualitäten. Pinot Noir begeistert mit Eleganz, Finesse und vielschichtigen Aromen. Die anspruchsvolle Rebsorte verlangt dem Winzer allerdings einiges ab. Nicht umsonst gilt sie als Diva unter den Rotweinen. Gelingt der Anbau jedoch, entstehen Weine von außergewöhnlicher Eleganz und Tiefe. Diese Rotweine imponieren mit Stil. Mehr lesen ▷

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Pinot Noir Wein – Duft & Geschmack

Pinot Noir (Spätburgunder) ist fein – optisch, im Duft und auch geschmacklich. Gleichzeitig wirkt er verschwenderisch und prachtvoll, wenn der Winzer geschickt mit dieser kapriziösen und empfindlichen Rebsorte umzugehen weiß. Genau das macht Pinot Noir zur »Königin der Rotweine«. Große Pinot Noirs beeindrucken nicht durch Kraft, sondern durch Eleganz, Duft und Finesse. Diese Rotweine imponieren mit Stil.

Gute Pinot-Noir-Weine leuchten mit intensivem Purpurrot und wirken dabei meist heller als viele andere Rotweinsorten. Typischer Pinot Noir duftet süßlich nach Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Veilchen, aber auch nach Cassis, Kräutern und feinen Gewürzen. Mit zunehmender Reife kommen Mandeln, Waldboden und Pilze hinzu. Wird Pinot Noir dezent im Barrique ausgebaut, ergänzen Vanille- und Holznoten das Aromenspektrum.

Geschmacklich überzeugen Pinot-Noir-Weine mit großer Aromenvielfalt, ausgewogener Säure und eher dezenten Tanninen. Es sind Weine mit Eleganz und Tiefgang. Das Spektrum ist allerdings groß, denn Farbe, Duft und Geschmack werden stark von Klima, Boden, Ertragsmenge und der Arbeit des Winzers geprägt.

Als »Diva« unter den roten Rebsorten braucht Pinot Noir meist die Bühne ganz für sich und wird daher überwiegend rebsortenrein ausgebaut. Nur im Champagner geht sie mit Chardonnay und Pinot Meunier eine romantische Beziehung ein. Dort verleiht sie dem Schaumwein Fülle, Struktur und Langlebigkeit.

Wozu schmeckt Wein aus Pinot Noir? Empfehlungen für mehr Genuss

Pinot Noir sucht am Tisch selten den Wettstreit. Viel lieber zeigt sie sich als ideale Partnerin. 

Grundsätzlich harmoniert Pinot Noir Rotwein sehr gut mit fettreichen Speisen, die gebraten, gegrillt oder geschmort sind. Je aromatischer und komplexer die Speisen sind, desto wuchtiger und gehaltvoller darf dann Ihr Pinot Noir Wein sein. Je fetter die Speisen, desto mehr Tannine darf der Pinot Noir haben. Hier ein paar Empfehlungen. 

Fisch und Rotwein sind für viele ein Tabu. Aber zu Fischgerichten mit kräftigem Eigengeschmack wie gegrillter Lachs oder Thunfisch, passt ein leichter, gekühlter Pinot Noir. Kennen Sie »Surf 'n' Turf« und gekühlter Pinot Noir? Unbedingt probieren! 

Zu Gänsebraten oder knuspriger Ente sollte der Pinot Noir betont fruchtig und lebhaft sein und darf gerne noch Tannine haben. Dann begleitet er das Geflügel und macht bei jedem Schluck wieder Lust auf den nächsten Bissen. 

Gerichte aus Schweinefleisch sind dankbar und finden im Pinot Noir jeder Art fast immer einen guten Partner. Das Gleiche gilt für die Kombination mit Rinderbraten. 

Auch selbstgemachte Pasta mit konzentriert fruchtigen oder fleischhaltigen Saucen funktionieren mit Pinot Noir, der etwas reifer und würziger ist. 

Zu aromatischen Wildgerichten wie Hase, Reh oder Wildgeflügel empfehlen wir Ihnen einen Pinot Noir mit Kraft und geschmacklicher Tiefe. 

Als Klassiker zu kraftvollem Pinot Noir gilt das berühmte »Bœf Bourgignon«, ein Rinderschmorbraten mit saftiger, leicht süßlicher, sämiger Sauce aus Wurzeln, Zwiebeln und Sellerie. Übertragen Sie als diese Art der Zubereitung auch auf andere Fleischsorten wie Lamm. 

Sie mögen Trüffel oder Pilzgerichte mit Kräutern? Dann sollten Sie unbedingt mal einen guten Pinot Noir kaufen. Die Kombination wird Sie begeistern; vor allem wenn der Rotwein reifer ist und selbst seine Aromen von Waldboden und Pilzen auspackt. 

Beim Käse sind wir eher zurückhaltend und bevorzugen meist Weißwein als Begleitung. Zu Camembert oder Brie können wir Pinot Noir Wein allerdings empfehlen, weil die Schimmelrinde die Säure des Weins abpuffert und auch sanfte Tannine mildert. 

Für noch mehr Genuss darf der Pinot Noir auch etwas kühler als gewohnt eingeschenkt werden (er erwärmt sich eh schnell im Glas). Jüngere Jahrgänge gefallen uns bei 12 – 16 °C, ältere und komplexe Jahrgänge bei 16 – 18 °C.

Pinot Noir – die Diva unter den Rotweinen 

»Du bist schonungslos ehrlich.« 

Wohl kaum ein anderer Satz beschreibt Pinot Noir besser als dieser. Wenn der Weinberg nicht stimmt, schmecken wir es. Wenn der Winzer Fehler macht, schmecken wir es ebenfalls. Und wenn das Jahr schwierig war, versteckt Pinot Noir gar nichts – sie zeigt alles. 

Genau deshalb lieben viele Winzer diese Rebsorte – und fürchten sie zugleich. 

»Mit dir wird es nie langweilig.« 

Kaum werden die ersten Frühlingstage wärmer, treibt Pinot Noir aus. Der Winzer freut sich darüber nur kurz. Denn jede kalte Nacht kann jetzt zum Problem werden. Pinot Noir treibt relativ früh aus und ist deshalb besonders anfällig für Spätfröste. Im Sommer geht es weiter. Zu viel Hitze mag die Rebsorte nicht. Zu wenig Sonne aber auch nicht. Regen kurz vor der Lese? Ebenfalls keine gute Idee. 

Die dünne Beerenhaut ist Fluch und Segen zugleich. Sie schenkt Pinot Noir ihre Eleganz, ihre feinen Aromen und ihre helle Farbe. Gleichzeitig macht sie die Trauben empfindlicher gegenüber Sonne, Feuchtigkeit und Krankheiten als viele andere Rotweinsorten. 

»Bei dir wird jeder Fehler teuer.« 

Pinot Noir verlangt Aufmerksamkeit. Hohe Erträge verwässern ihren Charakter. Spitzenwinzer reduzieren deshalb häufig die Traubenmenge am Rebstock. Das kostet Ertrag, steigert aber Qualität. Auch bei der Wahl der Lage ist Pinot Noir anspruchsvoll. Die Rebsorte liebt kühle bis gemäßigte Klimazonen und reagiert sensibel auf Boden, Mikroklima und Jahrgang. 

Pinot Noir ist keine Rebsorte für Winzer, die den einfachen und schnellen Weg suchen. Sie verlangt Erfahrung, Geduld und sehr viel Handarbeit. Genau das erklärt auch, warum große Pinot-Noir-Weine häufig ihren Preis haben. 

Und dennoch pflanzen Winzer sie immer wieder. Warum? 

Weil Pinot Noir nichts versteckt. Nicht den Boden. Nicht das Klima. Nicht die Arbeit des Winzers. Wenn alles zusammenpasst, entstehen Weine, die noch lange nach dem letzten Schluck in Erinnerung bleiben. Manchmal sind es Weine für die Ewigkeit. 

Oder wie viele Winzer es ausdrücken würden: 

»Du verzeihst wenig, belohnst aber viel.«

Wo wird Pinot Noir angebaut? 

Pinot Noir wächst mit rund 100.000 Hektar Rebfläche zwar längst auf mehreren Kontinenten, wirklich große Rotweine dieser empfindlichen Rebsorte finden sich aber nur an wenigen Orten dieser Welt. 

Große Pinot-Noir-Weine stammen eher aus vergleichsweise kühlen Weinbaugebieten. Pinot Noir liebt tiefgründige, mittelschwere und häufig kalkhaltige Böden. Gleichzeitig reagiert sie empfindlich auf längere Trockenphasen. 

Ihre historische Heimat bleibt das Burgund in Frankreich. Dort entstanden einige der berühmtesten Pinot Noirs der Welt. Deutschland wirbt mit ausgezeichnetem Spätburgunder von der Ahr, der Pfalz und aus Baden. 

Besonders spannend ist jedoch die Entwicklung in Übersee. Während viele Winzer der Neuen Welt zunächst versuchten, die großen Burgunder zu kopieren, verfolgen sie heute sehr selbstbewusst ihren eigenen Stil. 

Neuseeland hat sich mit Regionen wie Central Otago, Martinborough und Marlborough einen Platz in der Weltspitze erarbeitet. Chile überzeugt vor allem in den kühleren Küstenregionen Casablanca, San Antonio und Leyda mit fruchtbetonten und eleganten Pinot Noirs. Und in Argentinien entstehen in den Höhenlagen der Anden zunehmend charaktervolle Pinot Noirs mit Finesse und eigenständigem Profil.

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Historie der Rebsorte Pinot Noir / Spätburgunder

Zwei Weinberge. Nur wenige Meter voneinander entfernt. Die gleichen Reben. Die gleiche Region. Und dennoch schmecken die Weine völlig unterschiedlich. 

Als die Mönche des Burgunds im Mittelalter diese Beobachtung machten, glaubten sie es kaum. Warum wirkt dieser Wein feiner? Warum jener kräftiger? Warum duftet einer nach roten Früchten und der andere nach Kräutern und Gewürzen? 

Sie beobachteten, verglichen und dokumentierten. Ohne es zu wissen, legten sie damit den Grundstein für die bis heute im Weinbau entscheidende Erkenntnis: Herkunft macht einen Unterschied. Und kaum eine Rebsorte zeigt diesen Unterschied deutlicher als Pinot Noir. 

Die Geschichte dieser Rebsorte reicht vermutlich mehr als 2.000 Jahre zurück. Ihr Name geht wahrscheinlich auf die Form ihrer Trauben zurück. Die kleinen, dicht gepackten Beeren erinnern an Kiefernzapfen. Und Kiefer heißt auf Französisch »pin«. 

In Deutschland kennen wir Pinot Noir vor allem als Spätburgunder. Ihr Name verweist auf die Heimat Burgund und auf die etwas spätere Reife im Vergleich zum Frühburgunder. Bereits im Mittelalter waren die Weine aus dem Burgund begehrte Handelsgüter und fanden ihren Weg an die Höfe europäischer Könige und Adliger. Über Jahrhunderte verbreitete sich Pinot Noir als eine der edelsten Rebsorten zunächst in Europa und später in der Neuen Welt. 

Und dann geschah ein Kuriosum: Eine Rebsorte mit mehr als 2.000 Jahren Geschichte wurde plötzlich zum Star der Popkultur. 

Im Jahr 2004 schwärmt die Hauptfigur des preisgekrönten Films »Sideways« immer wieder von Pinot Noir. Millionen Menschen hören dadurch erstmals bewusst von dieser Rebsorte. Der Film löst einen regelrechten Pinot-Noir-Boom aus und macht die alte Burgunder Traube weit über die Weinwelt hinaus bekannt. 

Von den Mönchen des Burgunds über europäische Königshäuser bis nach Hollywood – nur wenige Rebsorten blicken auf eine vergleichbare Geschichte zurück. Wohl deshalb fasziniert Pinot Noir so viele Winzer und Weinliebhaber bis heute. 

Ist Pinot Noir die richtige Rebsorte für Sie? 

Nicht jeder Weinliebhaber verliebt sich sofort in Pinot Noir. Wer dunkle Frucht, viel Kraft und kräftige Tannine sucht, wird häufig bei Cabernet Sauvignon oder Shiraz glücklicher. Pinot Noir verfolgt ein anderes Ziel. 

Cabernet Sauvignon beeindruckt oft mit Struktur, Kraft und deutlichen Tanninen. Shiraz begeistert mit dunkler Frucht, Würze und Fülle. Pinot Noir dagegen setzt auf Duft, Eleganz und Finesse. Die Rebsorte wirkt oft leichter, besitzt aber erstaunliche Tiefe. 

Im Vergleich zu Merlot zeigt Pinot Noir meist mehr Frische und Spannung. Merlot wirkt häufig weicher und zugänglicher, Pinot Noir dafür vielschichtiger und anspruchsvoller. 

Pinot Noir ist für viele Weineinsteiger keine Liebe auf den ersten Schluck. Wer sich jedoch auf diese Rebsorte einlässt, entdeckt oft eine geschmackliche Tiefe und Eleganz, die nur wenige Rotweine bieten.

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Wenn Sie Pinot Noir kaufen möchten, finden Sie in unserem Wein OnlineShop eine kleine, aber feine Auswahl charaktervoller Rotweine aus Übersee. Jeder Pinot Noir aus unserem Weinversand erzählt seine eigene Geschichte und trägt die unverwechselbare Handschrift des Winzers. 

Ob elegant und filigran oder etwas kraftvoller und tiefgründiger – entdecken Sie die faszinierende Vielfalt dieser außergewöhnlichen Rebsorte. Klicken Sie einfach auf das rote Feld und wählen Sie Ihren Pinot Noir aus. Gerne beraten wir Sie auch persönlich bei der Auswahl. 

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Warum Sie vinovossum bei der Weinberatung vertrauen können 

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit Wein, Weinberatung und internationalem Weinhandel. Unser Schwerpunkt liegt seit vielen Jahren ausschließlich auf feinen Weinen aus Übersee. Alle Winzer kennen wir persönlich und besuchen ihre Weinregionen regelmäßig. Dadurch erhalten wir Informationen zu Rebsorten, Klima, Böden, Weinbergen und Ausbau direkt aus erster Hand. 

Die Inhalte unserer Weinberatung entstehen auf Grundlage eigener Verkostungen, langjähriger Erfahrung sowie des engen Austauschs mit Winzern aus Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und Uruguay. Unser Ziel ist es, Weinwissen verständlich zu erklären und Ihnen die Auswahl des passenden Weins zu erleichtern. 

Mehr über unsere Philosophie, unsere Winzer und unsere Leidenschaft für Übersee-Weine erfahren Sie auf der Seite »Über vinovossum«.

Häufige Fragen zu Pinot Noir 

Wie schmeckt Pinot Noir? Pinot Noir duftet häufig nach Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen und Veilchen. Mit zunehmender Reife kommen Aromen von Waldboden, Pilzen, Gewürzen und manchmal auch Vanille hinzu. Typisch sind eine lebendige Säure, feine Tannine und viel Eleganz. 

Was ist der Unterschied zwischen Pinot Noir und Spätburgunder? 

Pinot Noir ist der internationale Name der Rebsorte, Spätburgunder die deutsche Bezeichnung. Beide Namen stehen für dieselbe Traube. Im internationalen Weinhandel und in Übersee wird fast ausschließlich der Name Pinot Noir verwendet. 

Warum gilt Pinot Noir als schwierig im Anbau? 

Pinot Noir treibt früh aus und ist deshalb anfällig für Spätfröste. Die dünne Beerenhaut reagiert empfindlich auf Hitze, Feuchtigkeit und Krankheiten. Gleichzeitig verlangt die Rebsorte niedrige Erträge und viel Handarbeit im Weinberg. 

Warum ist Pinot Noir oft teurer? 

Pinot Noir verzeiht wenig und verlangt viel Handarbeit. Viele Spitzenwinzer reduzieren bewusst die Erträge, um höhere Qualität zu erzielen. Hinzu kommen die hohen Anforderungen an Klima, Boden und Weinbergsarbeit. 

Zu welchen Speisen passt Pinot Noir? 

Pinot Noir harmoniert besonders gut mit Ente, Gans, Schweinefleisch, Rinderbraten, Wild, Pilzgerichten und Trüffel. Auch zu gegrilltem Lachs oder Thunfisch kann ein gekühlter Pinot Noir hervorragend passen. 

Ist Pinot Noir ein leichter Rotwein? 

Häufig wirkt Pinot Noir leichter als Cabernet Sauvignon, Shiraz oder Malbec. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihm Tiefe oder Komplexität fehlen. Große Pinot Noirs begeistern weniger durch Kraft als durch Eleganz, Finesse und geschmackliche Länge. 

Wo entstehen die besten Pinot Noirs? 

Die historische Heimat des Pinot Noir ist das Burgund in Frankreich. Zu den spannendsten Pinot-Noir-Regionen der Neuen Welt zählen heute Central Otago und Marlborough in Neuseeland, Casablanca und Leyda in Chile sowie ausgewählte Höhenlagen Argentiniens. 

Welche Trinktemperatur ist für Pinot Noir ideal? 

Junge Pinot Noirs schmecken meist bei 12 bis 16 °C am besten. Reifere und komplexere Weine entfalten ihre Aromen optimal bei etwa 16 bis 18 °C.

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