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21. September 2026

Wein richtig lagern - 5 Tipps

Weinflaschen liegend in einem Weinregal gelagert

Welche Weine kann ich gut lagern? Was tun, wenn ich wenig Platz habe? Wie lager ich Wein richtig? Welche Vor- und Nachteile haben Naturkork sowie Schraubverschlüsse? Hier finden Sie 5 Tipps zur richtigen Weinlagerung. 

Super Jahrgang, limitierte Menge eines gefragten Weines – manche Angebote sind einfach zu gut, um sie sich entgehen zu lassen. Von Spontankäufen mal ganz abgesehen. Später stellen sich dann die Fragen: Wohin mit den Flaschen? Wie sollen die Weine lagern, sodass sie auch nach einiger Zeit noch viel Trinkspaß bieten? Wir beantworten die häufigsten Fragen und geben Ihnen praktische Tipps.

#1 Wein lagern oder jung trinken?

Das kommt darauf an. Auf die Qualität des Weines zum einen. Aber auch auf den Weinverschluss zum Beispiel. Nicht jeder Wein eignet sich zum Lagern. Ob ein Wein gut reifen kann, hängt vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren ab. Eine hohe Aromenkonzentration, kräftige Säure und bei Rotweinen ausgeprägte Tannine können das Lagerpotenzial erhöhen. Auch Süße trägt bei entsprechenden Weinen zur Haltbarkeit bei.

Faustformel: Säure + Süße + Tannine = mehr Lagerpotenzial

Viele Weißweine oder auch Rosés sind dafür gemacht, innerhalb von zwei Jahren nach der Lese getrunken zu werden, solange sie frisch sind. Stil und Ausbau eines Weines sind also auch ein wichtiger Faktor. Einen Chardonnay, der monatelang im Barrique reift, können Sie allerdings guten Gewissens eine Weile aufheben. Ein leichter Sauvignon Blanc dagegen schmeckt am besten jung.

Für Weine mit großem Lagerpotenzial verwenden viele Winzer immer noch gern Naturkorken – mehr zu den Vor- und Nachteilen siehe Tipp #4 und Tipp #5. In Überseeländern wie Australien oder Südafrika hat sich in den letzten Jahren selbst für Top-Weine der Drehverschluss durchgesetzt, egal ob rot oder weiß.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns beraten, welcher Wein für Ihren Bedarf am besten passt und in welchem Zeitraum dieser genossen werden sollte.

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#2 Stehend oder liegend: Wie und wo sollten Sie Ihren Wein lagern?

Weine mit Korken lagern am besten liegend, bei Flaschen mit Schraubverschluss ist das egal. Wichtiger ist eine konstante Temperatur. Der optimale Ort, um Weine zu lagern ist zudem dunkel, erschütterungsfrei und nicht zu trocken. Ideale Luftfeuchtigkeit: 50 bis 75 Prozent.

Das richtige Weinregal

Ob Ihr Weinregal aus Holz, Metall, Lava- oder Tuffstein besteht, ist für den Wein nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Flaschen stabil, möglichst dunkel und ohne größere Erschütterungen lagern. Schick und praktisch zugleich ist ein Weinklimaschrank, den es in vielen Varianten gibt. Oft mit verschiedenen Temperaturzonen, in denen die Weine bereits auf Trinktemperatur lagern.

Sekt lagern – das sollten Sie beachten

Schaumweine kommen trinkreif in den Verkauf. Ein, zwei Jahre im Keller sind kein Problem, bei Top-Qualitäten auch deutlich länger. Hochwertige, traditionell flaschenvergorene Schaumweine können sich dabei sogar noch weiterentwickeln. Wie Weine mit Naturkorken sollten auch Sektflaschen möglichst dunkel und bei konstanter Temperatur gelagert werden. Ob stehend oder liegend, ist für die Qualität nicht entscheidend.

Unser Tipp: Keller oder Weinklimaschrank sind ideal, um Weine längere Zeit zu lagern. Für den kurzfristigen Bedarf können Sie aber auch ein paar Flaschen in den Kühlschrank stellen.

Weinflaschen in einem dunklen Weinkeller

Wein bitte dunkel lagern

#3 Licht und Wärme: Was schadet dem Wein?

Weine lagern idealerweise bei einer Temperatur zwischen 10 und 12 Grad Celsius. Etwas kühler ist kein Problem, solange der Raum frostfrei bleibt. Hitze und Wein vertragen sich jedoch gar nicht. Je wärmer es am Lagerort wird, desto schneller reift der Wein – Temperaturen über 25 Grad Celsius können bei längerer Lagerung die Qualität beeinträchtigen. 

Auch auf zu viel Licht reagieren Weine sensibel. Es ist erwiesen, dass die UV-Strahlen der Sonne chemische Reaktionen im Wein auslösen. Sichtbar wird dies nach einiger Zeit an der Farbe, die bei den Weißen einen unschönen Gelbstich bis Braunton bekommt. Rotweine verblassen.

Unser Tipp: Falls Sie weder Keller noch Platz für einen Weinklimaschrank haben, können Sie ein paar Flaschen auch im Schlafzimmer lagern, das ist meist der kühlste Raum in der Wohnung. In einem Kasten unter dem Bett sind die Schätzchen dann ganz gut aufgehoben.

Verschiedene Naturkorken als Weinverschluss

Auch beim Korken ist die Qualität entscheidend

#4 Wein mit Korken: Vor- und Nachteile für die Weinlagerung

Ein ganzes Jahr müht sich der Winzer im Weinberg und Keller – und dann macht ein Korkschmecker alles zunichte? Schätzungen zufolge sind etwa 2 - 5 % der mit Naturkork verschlossenen Flaschen betroffen. Trotzdem ist für viele Weinfans der Naturkorken als Weinverschluss immer noch heilig.

Seit dieser sich im 17. Jahrhundert als Weinflaschenverschluss durchgesetzt hat, verbinden nicht wenige Genießer mit Kork eine gewisse Qualität. Dessen Vorzüge sind auch unbestritten: Er ist elastisch, verschließt die Flasche zuverlässig und dennoch kann sich der Wein in der Flasche entwickeln. Wie viel Sauerstoff durch den Korken gelangt, kann allerdings von Korken zu Korken unterschiedlich sein. Zehn, zwanzig Jahre hält ein guter Naturkorken unter idealen Bedingungen locker aus und ist zudem geschmacksneutral. 

Die Rinde der Korkeiche ist als natürliche, nachwachsende Ressource nicht unbegrenzt verfügbar. Lediglich alle 9 bis 12 Jahre kann die Rinde geerntet werden. Hochwertige Korken sind glatt, fest und lang und haben möglichst wenig Poren. Diese Korken sind rar und teuer, aber eine gute Wahl für Weine, die in der Flasche reifen sollen. Die hohen Kosten und das Risiko eines Korkschmeckers führen bei Winzern, Weinfachleuten und Konsumenten vermehrt zu einer Suche nach Alternativen zum Naturkork. 

Eine hochwertige Alternative sind DIAM-Korken aus gereinigtem Korkgranulat. Bei der Produktreihe Origine by Diam® kommen zudem eine Emulsion aus Bienenwachs und ein Bindemittel aus pflanzlichen Polyolen zum Einsatz.

Unser Tipp: Für lagerfähige Weine sind hochwertige Naturkorken (glatt, porenarm und fest) oder DIAM-Korken eine gute Wahl. Wir beraten Sie gerne dabei. 

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Wein mit Drehverschluss beim Picknick

Weinflaschen mit Drehverschluss - ideal für ein Picknick

#5 Korkalternativen: Was taugen Kunststoffkorken oder Drehverschluss?

Kunststoffkorken aus Polyethylen und Verschlüsse aus Zuckerrohr (Biopolymer) weisen optisch eine große Ähnlichkeit mit Naturkork auf und erzielen teils sehr gute Ergebnisse. Moderne technische Verschlüsse können je nach Ausführung auch für eine längere Lagerung geeignet sein. Bei preiswerten Weißweinen, die schnell getrunken werden, haben sich diese Verschlüsse ebenfalls bewährt. Umstritten ist allerdings, in welchem Maß Polyethylen bestimmte Weinaromen aufnehmen und dadurch abschwächen kann. 

Parallel zum DIAM-Korken hat sich der Drehverschluss etabliert, auch als Stelvin bekannt. Nicht zu verwechseln mit den billigen Schraubern mancher Massenweine. Qualitativ kann der Stelvin längst mit hochwertigem Kork mithalten, einzig auf das Plopp muss man verzichten. Vorreiter waren die australischen Winzer, die vom preiswerten Einstiegswein bis zum Supergewächs den überwiegenden Teil ihrer Weine in Flaschen mit dem Drehverschluss füllen. Die Akzeptanz der Drehverschlüsse wächst weltweit, auch weil der sehr geringe und gleichmäßige Sauerstoffeintrag die Weine lange frisch halten kann.

Unser Tipp: Ein guter Drehverschluss überzeugt. Man braucht keinen Korkenzieher und kann die Flasche jederzeit wieder verschließen. Ein Wein mit Drehverschluss hält sich wieder verschlossen im Kühlschrank meist mehrere Tage.

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