5 Tipps zur perfekten Weinauswahl - ohne Probe

Weinauswahl ohne zu probieren: Nicht immer ist es möglich, den gewünschten Wein vor dem Kauf zu verkosten. Mit diesen Tipps finden Sie auch ohne Weinprobe richtig gute Weine, die Ihnen schmecken – schnell und einfach.

Die internationale Auswahl an Weinen ist faszinierend und unglaublich vielfältig. Hier den Durchblick zu behalten, ist schon eine kleine Kunst. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Lieblingswein ab sofort im Handumdrehen finden. So einfach geht es:

#1 Herkunft

Wo die Trauben für den Wein gewachsen sind, verrät einiges darüber, wie er schmeckt oder wozu er passt. Das »Terroir«, also die Kombination aus Klima, Boden und geographischer Ausrichtung eines Weinbergs prägt ganz wesentlich Charakter und Geschmack eines Weins.

Aus welcher Region stammt der Wein?

Weine aus heißen Regionen sind in der Regel wuchtiger und alkoholstärker als solche, deren Trauben im kühleren Klima reifen. Die Unterschiede variieren dabei stark auch innerhalb eines Landes. Während im Landesinneren Südafrikas die Temperaturen häufig auf 40 Grad Celsius steigen und es selten regnet, bekommen die Trauben an der Küste des Kaps der Guten Hoffnung immer eine frische Brise vom Meer.

In Argentinien liegen einige Weinberge auf bis zu 2.500 Meter Höhe. In der Andensonne reifen die Beeren wunderbar aus, das Schmelzwasser der Gletscher versorgt die Rebstöcke optimal. Auch aus Chile kommen ebenso lebendig-frische Weißweine wie samtig-saftige Rotweine, da die Trauben unter der südamerikanischen Sonne perfekt ausreifen können.

Meeresnähe und hohe Weinberglagen sorgen für frische Brisen und Abkühlung der Böden und Trauben. Der Reifeprozess der Trauben wird verlangsamt und die Weine behalten Frische und Frucht.

Bestens für den Weinbau geeignet sind magere und mineralreiche Böden, weil diese die Rebe mit Nährstoffen aus dem Gestein versorgen. Dies sind beispielsweise verwitterter Sandstein oder Granit sowie Tonschiefer. Diese Böden speichern hervorragend Wasser und bringen charaktervolle Weine hervor.

Unser Tipp: Achten Sie auf die Herkunftsangabe (Land und Region). Wie werden die Auswirkungen des Klimas und des Bodens auf den Geschmack beschrieben?

#2 Rebsorte

Wie ein Wein schmeckt, beeinflusst außer dem Klima und dem Standort vor allem die Rebsorte. Deren Aromen sind so vielfältig wie unser Essen. Wenig erstaunlich also, dass wir sehr unterschiedliche Weine mögen. Wie aber finden Sie den passenden Wein, ohne zu probieren?

Einige Rebsorten haben charakteristische Aromen, die je nach Herkunft mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Hier ein paar Beispiele. Typisch für Sauvignon Blanc sind unter anderem Aromen von Grapefruit, Holunderblüte oder Stachelbeere. Ein Chardonnay erinnert häufig an Früchte wie Apfel, Mango oder Ananas, in Kombination mit einer Reife im Holzfass kommen buttrige Noten zum Vorschein. Ebenso bei den Rotweinen: Pinot Noir zeigt meist elegante Himbeernoten, ein Merlot kommt gern mit Pflaumen- und Schokoladenaromen daher. Typische Aromen bekannter Rebsorten beschreiben wir auch im Blogartikel »5 Tipps die Aromen im Wein zu erkennen«.

An der Rebsorte können Sie auch erkennen, ob ein Wein viel oder wenig Säure hat. Säurereich sind unter anderem Sauvignon Blanc, Chenin Blanc (trocken ausgebaut) oder Sangiovese. Weniger Säure haben beispielweise Chardonnay, Merlot und Tempranillo.

Welche Aromen im Wein mögen Sie?

Sie wollen Weine eines Ihnen (noch) unbekannten Winzers ohne Probe bestellen? Wählen Sie vom neuen Winzer zunächst eine Rebsorte, die Sie kennen und mögen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen guten »Treffer« landen.

Wollen Sie sich für eine neue Rebsorte entscheiden? Dann achten Sie auf die Beschreibung der dominanten Aromen eines Weins. Gute und vor allem verständliche Verkostungsnotizen helfen. Auch wenn wir Menschen Geschmack unterschiedlich wahrnehmen, hilft die detaillierte Beschreibung der Aromen durch einen Weinprofi.

Besonders wertvoll sind gute Weinbeschreibungen auch beim Kauf von Blends (Cuvées). In Gebieten wie Bordeaux, Chianti, Rioja oder Châteauneuf-du-Pape sind Cuvées traditionell üblich. Aber auch in Übersee setzen viele Winzer gern auf Blends aus mehreren Rebsorten. Übrigens: Einige der teuersten Weine der Welt werden aus mehreren Sorten gekeltert.

Unser Tipp: Wählen Sie Weine von Rebsorten, die Sie mögen und/oder achten Sie Sie auf die Beschreibung der Hauptaromen.

#3 Charakteristik

Wie ein Wein schmeckt und wozu er am besten passt, wird neben Herkunft und Rebsorte von weiteren Faktoren beeinflusst – von Restsüße, Alkoholgehalt und Tanninen (Gerbstoffen). Bei vinovossum finden Sie für jeden Wein genaue und leicht verständliche Angaben zu all diesen Faktoren.

Zusätzlich beeinflusst das Alter eines Weins seinen Charakter. Junge Weine sind meist frisch, lebendig und oft ausgeprägt fruchtig. Mit zunehmender Reife entwickeln sie komplexere Aromen und geschmackliche Tiefe. Wenn Sie also ältere Jahrgänge erwerben wollen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Weinhändler nach dem Reifegrad des Weins.

Auf der sicheren Seite sind Sie meist mit Top-Chardonnays oder Weißweinen mit höherer Säure wie Chenin Blanc. Bei den Roten besitzen unter anderem Weine aus Cabernet Sauvignon sowie Shiraz ein enormes Reifepotenzial. In jungen Jahren dominieren vor allem bei Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc oder auch Pinotage die Tannine. Erst nach einigen Jahren zeigen diese Weine ihren wahren Facettenreichtum und typische Reifearomen, die an Trockenfrüchte, Vanille oder Geröstetes erinnern. Gereifte (Rot-)Weine sind oft im Holzfass ausgebaut – von ein paar Monaten bis zu mehreren Jahren.

Unser Tipp: Achten Sie darauf, ob der Wein jung oder gereift ist und mit welcher »Charakteristik« er beschrieben wird.

Welche Charakteristik des Weins wird beschrieben?

#4 Anlass & Speisen

Wichtig für die Weinauswahl ist der Anlass. Einen Wein zum Essen auszusuchen, war mal ziemlich einfach: weiß zu Fisch, rot zu Fleisch. Heute ist unser Speiseplan so vielfältig wie die Weine selbst. Die einfachste Regel aber ist immer noch die: Erlaubt ist, was schmeckt.

Wenn Gäste kommen, funktioniert das eventuell nur bedingt. Hier deshalb ein paar vereinfachte Kombinationsideen:

Zum Picknick passen junge frische Weine, am besten weiß oder rosé. Im Freien nimmt man Aromen weniger wahr, deshalb für draußen lieber keine besonders teuren und filigranen Tropfen wählen. Wir empfehlen: De Krans Pinotage Rosé.

Beim Grillen besteht die Herausforderung bei der Weinauswahl darin, dass die Röstaromen von Steak und Co. sich mit denen des Weines vertragen sollten. Hier eignen sich fruchtige Weine mit dezentem Holz wie zum Beispiel Mi Terruño Cabernet Franc oder Meerendal Merlot.

Wenn Sie Wein zu bestimmten Speisen suchen, ist unsere Filterfunktion »Wein & Speisen« ein einfaches Hilfsmittel. Entdecken Sie ideale Kombinationen und finden Sie Ihren Favoriten. Wichtig ist natürlich die Zubereitungsart. Fragen Sie sich, was ein Gericht am meisten charakterisiert und stimmen Sie den Wein darauf ab: in der Pfanne gebraten, mit Buttersauce, scharfe Gewürze, Zutaten mit hoher Säure wie zum Beispiel Spargel etc. Welcher Wein zu welcher Küche passt, beschreiben wir auch im Blog-Artikel »Cooler Genuss zur leichten Küche«.

Unser Tipp: Weinempfehlungen finden Sie schnell und einfach unter »Wein & Speisen«. Aber, Sie entscheiden, was Ihnen schmeckt!

Zu welcher Speise soll der Wein passen?

#5 Weinpakete

Weinpakete helfen mir den richtigen Wein zu finden? Ja klar. Ein sorgsam komponiertes Weinpaket enthält einzelne Flaschen von Weinen zu bestimmten Anlässen und Speisen oder nur von einer einzigen Rebsorte. Wenn Sie das »Thema« des Weinpakets also grundsätzlich interessiert, ist die Wahrscheinlichkeit eines »Treffers« groß. Und Spaß macht es obendrein, ein paar unterschiedliche Flaschen zu einem gleichen Thema zu öffnen – mit Freunden erst recht.

Unser Tipp: Probieren Sie es aus!

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  • Weinbeschreibungen

    Vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Rebsorten und der dazu passenden Gerichte bzw. Anlässe!! Ihr gebt Euch sehr viel Mühe! Auch die Rezepte sind gut, vielen Dank und liebe Grüße. Marianne