Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

15. September 2026

Neue Wildlust - diese Weine machen Spaß im Herbst

Rehe und Hirsche in der Morgendämmerung

Wie finde ich im Herbst den richtigen Wein zu Wildgerichten? Welcher Wein macht Spaß und passt wozu? Welche Regeln muss ich beachten? Welche Gerichte koche ich alternativ, wenn ich kein Wild möchte?

Was macht Wildfleisch so besonders?

Wussten Sie, dass Frauen neuerdings immer öfter zur Waffe greifen – und damit voll im Trend liegen? Der Jagdschein ist längst kein Accessoire mehr, mit dem sich nur die Männerwelt schmückt.

Doch wenn die Damen auf die Pirsch gehen, geht es ihnen in erster Linie um den Schutz der Natur, weniger ums Erlegen. Und darum, selbst zu bestimmen, was auf ihren Tellern landet. Denn Hirsch, Hase und Co. schmecken nicht nur unwiderstehlich – Wildfleisch ist außerdem fettarm und reich an hochwertigem Eiweiß. Kein Wunder: Wildtiere leben frei, bewegen sich viel und ernähren sich je nach Art von dem, was Wald, Feld und Flur bieten.

Dass Wild auch deshalb beliebt ist, weil es sich so vielseitig wie einfach zubereiten lässt, ist kein Jägerlatein. Braten, schmoren, grillen: Wem das Aroma einer Hirschkeule zu intensiv daher kommt, bringt mit einem zarten Rehrücken edle Finesse ins Spiel. Bei den Beilagen oder Saucen darf dabei gern in der Obstkiste gewildert werden.

Fehlt nur noch der passende Wein – und da liegen Sie mit einem Weiß- oder Rotwein aus Übersee goldrichtig.

Wein zu Wild auswählen

Aufgeschnittener, marinierter Wildrücken auf Holzbrett

Welcher Wein zu welchem Wildgericht?

Als Grundregel gilt: Je feiner das Fleisch und je zurückhaltender die Sauce, desto eleganter darf der Wein sein. Mit kräftiger Jus, Schmorwürze, Pilzen oder Rauch darf auch der Wein kräftiger und würziger werden.

Welcher Wein am besten zu Hirsch, Reh, Wildschwein, Federvieh oder Kaninchen schmeckt, hängt von der Zubereitung ab sowie von der Intensität des Wildaromas.

Ein feiner Rehrücken harmoniert hervorragend mit Pinot Noir oder einem eleganten Pinotage. Zum milden Kaninchen passen dagegen auch Chenin Blanc, Pinot Blanc oder Chardonnay sehr gut.

Der intensive Wildcharakter von Hirsch oder Hase dagegen verträgt kräftige Weine mit guter Tanninstruktur und Aromen, die auch im Wald vorkommen wie dunkle Beeren, Pilze oder Moos. Dezente Holznoten des Weins können besonders zu kräftigen Röstaromen gut passen. Super Wildpartner sind Merlot, Malbec, Carmenere, Shiraz oder Cabernet Sauvignon.

Bei Kaninchen, Fasan oder Wildente kann auch Weißwein hervorragend passen – etwa Chenin Blanc, Pinot Blanc oder Chardonnay.

Aufgeschnittener rosa gebratener Rehrücken

Fehlt nur noch der passende Wein zum Wild

3 Rotweinempfehlungen zu Wild

Mit diesen Rotweinen aus Übersee sind Sie bei Wild ganz sicher auf der richtigen Fährte.

Der Altocedro Pinot Noir von Karim Mussi ist ein fruchtiger Gegenpart zum markanten Wildaroma. Er spielt gekonnt mit dem Kontrast zwischen Himbeerfrucht und Gewürzen. Der elegante Rotwein aus den Höhenlagen von Mendoza punktet mit viel Harmonie, die aus der zwölfmonatigen Reife im Barrique resultiert. 

Was dazu schmeckt: Reh – egal, ob vom Rost oder aus der Pfanne – und Pinot Noir sind wie gemacht füreinander. Ein echtes Traumpaar, das mit einer Frucht- oder Pilzsauce zu Höchstform aufläuft. Auch Kaninchen badet gern in Wein, dann bleibt es zart und mild im Geschmack. Vorher mit Kräutern einreiben, ab in den Ofen und mit einem Schlückchen die Wartezeit überbrücken – wirklich super einfach. Zu knusprig gebratenem Wildgeflügel wie Wachteln oder Ente ist Pinot Noir ein echter Volltreffer.

Edler Burgunder-Charakter steckt dem Pinotage vom Weingut Meerendal quasi in den Genen. Die Kultsorte Südafrikas wurde aus Pinot Noir und Cinsault (in Südafrika ehemals Hermitage genannt) gekreuzt und ist ein echtes Kraftpaket. Mit seinen Aromen von Schokolade, Beeren und Gewürzen pariert er jede Strenge. Ein erstklassiger Pinotage aus den Top-Lagen nördlich von Kapstadt mit feinen Tanninen und guter Balance.

Was dazu schmeckt: Saftiges Wildschweingulasch passt wunderbar zu Pinotage, der Wild-Schmorgerichten generell den letzten Pfiff verleiht. 

Ein echter Wildfreund ist auch der Carmenère Reserva PRIVADA vom chilenischen Weingut Torreon de Paredes aus der Region Cachapoal. Mit seiner saftigen Frucht, die an Brombeere und Holunder erinnert, nimmt der Chilene es wunderbar mit der Würze des Fleisches auf. Kraftvoll, komplex und sogar solo ein Genuss.

Was dazu schmeckt: Zum würzigen Hirschragout oder Hirschrücken setzt der Carmenère tolle Akzente.

Egal, welches Wildgericht Sie am liebsten mögen, eins können wir Ihnen versichern: Der Genuss dieser Trophäen erfordert garantiert keinen Waffenschein.

Alternativen zu Wildfleisch

Und wer partout kein Wild mag? Findet mit Rinderfilet, Lamm-Tajinen oder Aufläufen mit Hackfleisch ebenbürtige Alternativen, die ebenso perfekt zu unserer Weinauswahl passen.

Für alle, die lieber vegetarisch genießen, empfehlen wir im Herbst zum Wein deftig-leckere Gerichte wie Kürbis-Lasagne, Pilzrisotto, Süßkartoffeln mit Pilzfüllung, Kürbis-Pilz-Strudel, Steinpilze mit Bandnudeln, Ofengemüse (Butterkürbis, Pastinaken, rote Bete) mit Rosmarin oder Polenta mit Pilzrahmgulasch.


Korb mit frisch gesammelten Pilzen

Auch die Jagd nach frischen Pilzen macht Lust ...