Wein aus Durif (Petite Sirah)
Durif zählt zu den kraftvollsten Rotweinsorten der Welt. Der internationale Name Petite Sirah führt dabei leicht in die Irre. Die kleinen Beeren liefern tiefdunkle Weine mit intensiver Frucht, markanten Tanninen und beeindruckender geschmacklicher Tiefe. Typisch sind Aromen von Brombeeren, Pflaumen, dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer. Ursprünglich stammt die Rebsorte aus Frankreich, ihre größten Erfolge feiert sie heute jedoch in Australien, Chile und Kalifornien. Kein Wunder: Durif liebt Sonne, Wärme und eine lange Reifezeit. Wer ausdrucksstarke Rotweine mit Charakter sucht, sollte diese außergewöhnliche Rebsorte unbedingt kennenlernen. Kleine Beeren. Große Kraft. Mehr lesen ▷
(47,33 € / Liter)
Wie schmeckt Durif / Petite Sirah?
Duft & Geschmack Ein guter Durif beeindruckt bereits beim ersten Blick ins Glas. Die Farbe wirkt tiefdunkel, oft fast schwarz. Kein Wunder: Die kleinen Beeren besitzen besonders viel Schale und liefern enorme Farbintensität.
Auch der Duft macht schnell klar, wohin die Reise geht. Brombeeren, Pflaumen und dunkle Kirschen prägen das Aroma. Dazu gesellen sich schwarzer Pfeffer, Lakritze, Kräuter sowie Noten von dunkler Schokolade und Kaffee.
Am Gaumen zeigt Durif seine ganze Stärke. Die Rebsorte verbindet konzentrierte Frucht mit kräftigen Tanninen, viel Körper und bemerkenswerter geschmacklicher Tiefe. Trotz aller Kraft wirkt ein guter Durif nicht schwerfällig. Die besten Weine verbinden Dichte, Würze und Struktur zu einem beeindruckend langen Finale.
Durif ist kein Rotwein für kleine Gaumen. Er wird Ihr Wein, wenn Sie ausdrucksstarke, komplexe und charaktervolle Rotweine lieben. Durif ist großes Gaumenkino.
Wozu passt Durif / Petite Sirah?
Empfehlungen für mehr Genuss Durif liebt Speisen mit Charakter. Seine dunkle Frucht, die markanten Tannine und der volle Körper verlangen nach Gerichten, die geschmacklich dagegenhalten können.
Besonders gut harmoniert Durif mit gegrilltem oder gebratenem Rindfleisch. Ob Steak, Roastbeef oder Hüfte vom Grill – die Röstaromen der Kruste verbinden sich hervorragend mit den Tanninen und der Struktur des Weins. Ist Durif zusätzlich im Holzfass gereift, verstärken feine Röstnoten diese Harmonie.
Auch zu Lamm, Wild und gehaltvollen Schmorgerichten passt die Rebsorte ausgezeichnet. Während des Schmorens entwickeln Fleisch und Sauce intensive Aromen, die einen kraftvollen Rotwein verlangen. Genau hier läuft Durif zur Höchstform auf. Seine dunkle Frucht, seine Würze und sein voller Körper begleiten solche Gerichte besonders überzeugend.
Überraschend gut funktioniert Durif auch mit vielen Gemüsegerichten. Sie schaffen geschmackliche Brücken und puffern Säure, Süße und Bitterkeit. Dadurch wirken gehaltvolle Rotweine oft harmonischer. Stärkehaltige Beilagen wie Kartoffeln, Linsen, Erbsen, Reis oder Pasta machen kraftvolle Rotweine besonders zugänglich. Das gilt ebenso für Pilzgerichte, geröstete Aubergine oder Ofengemüse.
Gereifte Hartkäse begleiten Durif ebenfalls hervorragend. Parmigiano, Gruyère Suisse, Comté, Cheddar oder Emmentaler besitzen viel Salz, Umami und geschmackliche Tiefe. Ihre feste Konsistenz verhindert zudem, dass das Fett den Gaumen überzieht. So behalten die dunkle Frucht, die kräftigen Tannine und die Komplexität dieses Rotweins ihre volle Wirkung.
Durif sucht am Tisch keine Zurückhaltung. Die Rebsorte liebt Speisen mit Persönlichkeit. Genau dort zeigt sie ihre größten Stärken.
Warum schmeckt Durif aus Übersee so gut?
Durif liebt die Sonne. Die kleinen Beeren benötigen sehr viel Wärme und eine lange Reifezeit. Nur dann entwickeln sich Farbe, Frucht und Tannine gut. Die besten Durif-Weine stammen daher aus den warmen Weinregionen Australiens, Kaliforniens und Chiles.
International kennt man die Rebsorte vor allem unter dem Namen Petite Sirah. In Australien und Chile aber nennen Winzer sie meist Durif. Besonders berühmt wurde Durif im australischen Bundesstaat Victoria, genauer in Rutherglen. Wegen der idealen klimatischen Bedingungen entwickelte sich Durif über viele Jahrzehnte zu einer regionalen Spezialität.
Auch Chile bietet hervorragende Voraussetzungen für charaktervolle Durif-Weine. Viel Sonne, trockene Sommer und eine lange Vegetationsperiode sorgen dafür, dass die kleinen Beeren vollständig ausreifen können. Hier entstehen tiefdunkle Rotweine mit konzentrierter Frucht, kräftigen Tanninen und beeindruckender geschmacklicher Tiefe.
Die Heimat der Rebsorte liegt zwar in Frankreich, spielt dort heute allerdings nur noch eine Nebenrolle. Deutlich größere Bedeutung besitzt die Rebsorte inzwischen in Übersee. Gleichzeitig bleibt sie eine Rarität für Entdecker.
Was unterscheidet Durif von Shiraz, Cabernet Sauvignon, Malbec und Tannat?
Durif lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Wir denken an die dunkle Frucht eines Malbec, die Kraft eines Tannat und die Würze eines Shiraz. Genau darin liegt der besondere Reiz dieser Rebsorte.
Am häufigsten wird Durif mit Shiraz verwechselt. Das überrascht nicht, denn beide Rebsorten sind miteinander verwandt. Im Glas zeigen sich die Unterschiede jedoch schnell. Shiraz wirkt meist offener, würziger und zugänglicher. Durif dagegen präsentiert sich dunkler, konzentrierter und tanninreicher.
Auch Cabernet Sauvignon gehört unter den Rotweinen zu den klassischen Kraftpaketen und überzeugt mit Cassis, Struktur und eleganter Klarheit. Durif setzt stärker auf dunkle Frucht, Fülle und Ausdruck und wirkt muskulöser.
Besonders spannend ist der Vergleich mit Malbec, denn beide Rebsorten begeistern mit viel Frucht und Körper. Malbec wirkt jedoch meist weicher, saftiger und früher zugänglich. Durif besitzt mehr Tannine, mehr Farbe und häufig auch mehr geschmackliche Tiefe.
Tannat und Durif zählen beide zu den kraftvollsten Rotweinen der Welt. Wegen seiner oft sehr ausgeprägten Tannine sollte Tannat länger gelagert werden. Durif dagegen ist meist fruchtbetonter und zugänglicher. Ihn dürfen Sie früher öffnen.
Wer Malbec, Shiraz oder Tannat mag, sollte unbedingt Durif probieren. Diese Rebsorte vereint dunkle Frucht, kräftige Tannine und markante Würze zu einem unverwechselbaren Rotwein mit großer Kraft.
Historie der Rebsorte Durif / Petite Sirah
Manchmal führt ein Name komplett in die Irre. Petite Sirah klingt nach einer kleinen, leichten und vielleicht sogar eleganten Rebsorte. Wer jedoch zum ersten Mal einen Durif ins Glas bekommt, erlebt meist das Gegenteil. Die Weine sind tiefdunkel, kraftvoll und tanninreich. Genau dieser Widerspruch begleitet die Rebsorte bis heute.
Entstanden ist Durif im 19. Jahrhundert in Frankreich. Benannt wurde sie nach dem französischen Botaniker François Durif. Erst viele Jahre später wurde durch DNA-Analysen nachgewiesen, dass Durif aus einer natürlichen Kreuzung von Syrah mit Peloursin hervorging.
International setzte sich vor allem der Name Petite Sirah durch. Das »Petite« bezieht sich jedoch nicht auf den Wein, sondern auf die überaus kleinen Beeren.
Während die Rebsorte in Frankreich heute nur noch eine geringe Rolle spielt, blickt sie in Übersee auf eine Erfolgsgeschichte. Vor allem Kalifornien, Australien und später auch Chile erkannten das Potenzial dieser außergewöhnlichen Rebsorte. Dort entstehen heute einige der charaktervollsten Durif-Weine der Welt.
Kleine Beeren. Große Kraft.
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Häufige Fragen zu Durif (Petite Sirah)
Ist Durif dasselbe wie Petite Sirah?
Ja. Durif und Petite Sirah bezeichnen dieselbe Rebsorte. Durif ist der ursprüngliche französische Name. International, insbesondere in Kalifornien, setzte sich dagegen der Name Petite Sirah durch.
Ist Durif dasselbe wie Shiraz?
Nein. Durif ist eine eigenständige Rebsorte und nicht identisch mit Shiraz beziehungsweise Syrah. Beide Rebsorten sind jedoch miteinander verwandt, denn Durif entstand aus einer natürlichen Kreuzung von Syrah und Peloursin.
Wie schmeckt Durif?
Typisch für Durif sind Aromen von Brombeeren, Pflaumen und dunklen Kirschen. Hinzu kommen häufig schwarzer Pfeffer, Lakritze, Kräuter sowie Noten von dunkler Schokolade und Kaffee. Die Weine wirken meist kraftvoll, tanninreich und vollmundig.
Wozu passt Durif besonders gut?
Durif harmoniert hervorragend mit gegrilltem oder gebratenem Rindfleisch, Lamm, Wild und kräftigen Schmorgerichten. Auch gereifte Hartkäse sowie viele Pilz- und Gemüsegerichte passen ausgezeichnet zu dieser Rebsorte.
Warum heißt Petite Sirah »Petite«, obwohl die Weine so kraftvoll sind?
Das »Petite« bezieht sich nicht auf den Wein, sondern auf die kleinen Beeren der Rebsorte. Gerade sie sorgen für die intensive Farbe, die kräftigen Tannine und die enorme Konzentration der Weine. Kleine Beeren. Große Kraft.
Wo wachsen die besten Durif-Weine?
Besonders bekannt ist Durif heute in Australien, Kalifornien und Chile. Die Rebsorte liebt warme Weinregionen mit viel Sonne und einer langen Reifezeit. Genau dort entstehen die tiefdunklen, kraftvollen Rotweine, für die Durif bekannt ist.
Kann Durif gelagert werden?
Ja. Gute Durif-Weine besitzen aufgrund ihrer kräftigen Tannine und ihrer hohen Konzentration häufig ein sehr gutes Reifepotenzial. Viele Weine gewinnen durch einige Jahre Flaschenlagerung zusätzlich an Komplexität.