Wein aus Bonarda
Bonarda ist Argentiniens Charmeoffensive. Die rote Rebsorte überzeugt mit viel Frucht, weichen Tanninen und ihrer unkomplizierten Art. Lange stand Bonarda im Schatten des Malbec, heute zählt sie zu den spannendsten Rotweinen Argentiniens. Typisch sind Aromen von Kirsche, Pflaume und dunklen Beeren sowie eine saftige Frische am Gaumen. Trotz ihrer Bedeutung als zweitwichtigste rote Rebsorte Argentiniens ist Bonarda außerhalb Südamerikas noch immer vergleichsweise unbekannt. Umso größer ist die Überraschung beim ersten Glas. Die Rotweine sind charaktervoll, harmonisch und haben viel Charme. Mehr lesen ▷
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Wie schmeckt Bonarda? Duft & Geschmack
Das tiefe Rubinrot bis Violett eines Bonarda ist wie ein Fingerzeig auf Duft und Geschmack. Die Rotweine sind geprägt von intensiver Frucht und den Aromen von Kirsche, Pflaume, Brombeere und Heidelbeere, ergänzt um florale und würzige Noten.
Junge und ohne Holz ausgebaute Bonardas schmecken meist frisch, saftig und unkompliziert. Haben Sie einen gereiften, im Barrique ausgebauten Bonarda im Glas, wird es komplexer. Dann ergänzen dunkle Früchte, Gewürze, Kakao, Schokolade und Tabak die typische Beerenfrucht.
Im Unterschied zu so manchem Tanninmonster besitzen Bonarda-Rotweine deutlich weniger Gerbstoffe (Tannine). Sie wirken weich und besonders zugänglich – und dabei keineswegs belanglos. Im Gegenteil. Eine lebendige Säure sorgt für Frische und wunderbaren Trinkfluss. Der meist moderate Alkoholgehalt unterstützt diesen Eindruck zusätzlich.
Bonarda überzeugt mit viel Frucht, Saftigkeit am Gaumen und Charme. Ein Rotwein, der schmeckt.
Wozu passt Bonarda? Empfehlungen für mehr Genuss
Bonarda schmeckt auch dann, wenn gar kein Essen auf dem Tisch steht. Dank seiner weichen Tannine, seiner saftigen Frucht und seines meist moderaten Alkoholgehalts ist er auch »pur« ein Genuss. Ein Rotwein für entspannte Abende und unkomplizierte Genussmomente. Wenn Sie Bonarda jedoch als Begleiter zu Ihren Speisen wählen möchten, haben wir einige Empfehlungen für Sie.
Grundsätzlich setzt Bonarda auf Frucht statt auf Kraft. Genau deshalb harmoniert er mit vielen Speisen besonders angenehm und drängt sich selten in den Vordergrund. Seine saftige Art schafft Harmonie am Gaumen und macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter für einfache Gerichte ebenso wie für anspruchsvolle Menüs.
Bonarda empfehlen wir zu gegrilltem Rindfleisch, Burgern, Fleischpasteten und natürlich zu Empanadas. Auch Roastbeef, Schweinebraten oder würzige Grillgerichte profitieren von seiner Frucht und seiner zugänglichen Art. Empanadas, Burger oder ein klassisches Asado – Bonarda fühlt sich überall dort wohl, wo Röstaromen auf saftiges Fleisch treffen.
Junge, fruchtbetonte Bonardas harmonieren hervorragend mit Pizza, Pasta mit Tomaten- oder Fleischsaucen, Lasagne, Risotto sowie Grillwürstchen und Koteletts. Die saftige Frucht macht diese Weine bereits in jungen Jahren besonders zugänglich und sorgt für unkomplizierte Genussmomente.
Reifere und im Holz ausgebaute Bonardas begleiten auch kräftigere Speisen sehr überzeugend. Schmorgerichte, Wildragout oder Pilzgerichte finden in diesen Weinen einen passenden Partner. Gewürze, Kakao und dunkle Frucht greifen die Röstaromen vieler Speisen wunderbar auf und schaffen spannende Kombinationen.
Beim Käse greifen Sie besser zu festen, würzigen Sorten mit höherem Salzgehalt. Manchego, Emmentaler oder gereifter Gouda harmonieren meist besser als sehr milde Frischkäse oder cremige Weißschimmelkäse.
Wo wächst Bonarda? Verbreitung und Anbaugebiete
Die historische Heimat der Bonarda liegt vermutlich in der französischen Region Savoie. Heute jedoch spielt die Rebsorte dort nur noch eine Nebenrolle. Ihre eigentliche Erfolgsgeschichte wurde tausende Kilometer entfernt geschrieben – in Argentinien.
Mit mehr als 17.000 Hektar Rebfläche gilt Bonarda heute nach Malbec als zweitwichtigste rote Rebsorte Argentiniens. Kein anderes Land ist heute so eng mit Bonarda verbunden. Die größten Anbauflächen Argentiniens liegen in den Regionen Mendoza und San Juan. Weitere bedeutende Anbaugebiete befinden sich etwas weiter nördlich in La Rioja und Catamarca. In diesen Regionen findet die spätreifende Rebsorte ideale Bedingungen. Hohe Sonnenintensität, trockene Luft und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine ausgeprägte Frucht sowie eine stabile Säure für frische, saftige Rotweine.
Außerhalb Argentiniens ist Bonarda deutlich seltener anzutreffen. In Kalifornien wächst dieselbe Rebsorte unter dem Namen Charbono und genießt vor allem im Napa Valley unter Weinliebhabern Kultstatus. In Frankreich sind die Bestände dagegen klein geworden.
Bei Bonarda denkt die Weinwelt heute vor allem an Argentinien. Hier fand sie wegen der idealen klimatischen Bedingungen ihre Bestimmung. Argentiniens Bonarda-Rotweine überzeugen mit Frucht, Saftigkeit und Charme!
Was unterscheidet Bonarda von Merlot und Malbec?
Am ehesten erinnert Bonarda an einen fruchtbetonten Merlot. Beide Rebsorten überzeugen mit weichen Tanninen, moderatem Alkoholgehalt und einer zugänglichen Art. Bonarda wirkt jedoch oft saftiger und frischer. Die Frucht steht meist stärker im Vordergrund und verleiht den Weinen ihre besonders zugängliche Art.
Der Vergleich mit Malbec liegt nahe, denn beide Rebsorten sind eng mit Argentinien verbunden. Geschmacklich verfolgen sie jedoch unterschiedliche Wege. Malbec setzt meist auf mehr Kraft, Struktur und Gerbstoff. Bonarda zeigt dagegen die weichere und zugänglichere Seite Argentiniens. Die Weine wirken häufig unkomplizierter und sind oft früher trinkreif.
Wer Merlot mag, wird sich bei Bonarda schnell zuhause fühlen. Wer Malbec liebt, entdeckt mit Bonarda eine charmante Alternative mit weniger Kraft, dafür aber mit viel Frucht und Trinkfreude.
Historie der Rebsorte Bonarda
Bonarda gibt der Weinwelt bis heute einige Rätsel auf. Wegen ihres italienisch klingenden Namens galt sie lange als identisch mit »Bonarda Piemontese«. Klang gut, war aber falsch.
Erst moderne DNA-Analysen brachten Klarheit. Die argentinische Bonarda ist nicht mit der gleich klingenden Rebsorte aus dem Piemont verwandt, sondern identisch mit der französischen »Douce Noir«. Im kalifornischen Napa Valley kennt man sie unter dem Namen »Charbono«.
Wahrscheinlich brachten europäische Einwanderer die Rebsorte im 19. Jahrhundert nach Argentinien. Dort fand sie am Fuß der Anden ideale Bedingungen und breitete sich rasch aus.
Lange Zeit interessierte sich jedoch kaum jemand für ihr wahres Potenzial. Bonarda lieferte hohe Erträge und wurde häufig für einfache Alltagsweine genutzt. Obwohl sie zeitweise weiter verbreitet war als Malbec, stand sie meist in dessen Schatten.
Erst in den vergangenen Jahrzehnten begann ihr Aufstieg. Immer mehr Winzer reduzierten die Erträge und konzentrierten sich auf Qualität statt Menge. Plötzlich zeigte Bonarda, was wirklich in ihr steckt: intensive Frucht, weiche Tannine und eine Saftigkeit, die viele Rotweine vermissen lassen. Bonarda erwachte aus ihrem Dornröschenschlaf.
Bonarda aus Argentinien überzeugt heute mit wohl dosierter Kraft und meist sehr sanften Tanninen. Vielen Rotweinfreunden gilt sie deshalb als »Argentiniens Charmeoffensive«.
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Häufige Fragen zu Bonarda
Was ist Bonarda für eine Rebsorte?
Bonarda ist eine rote Rebsorte, die heute vor allem in Argentinien verbreitet ist. Dort gilt sie nach Malbec als zweitwichtigste rote Rebsorte. Die Weine überzeugen meist mit viel Frucht, weichen Tanninen und einer zugänglichen Art.
Wie schmeckt Bonarda?
Bonarda schmeckt meist fruchtbetont, saftig und zugänglich. Typisch sind Aromen von Kirsche, Pflaume, Brombeere und Heidelbeere. Die Tannine fallen häufig weich bis moderat aus, weshalb Bonarda oft früher trinkreif wirkt als viele kraftvolle Rotweine.
Ist Bonarda eine italienische Rebsorte?
Nein. Lange wurde die argentinische Bonarda mit der italienischen Bonarda Piemontese verwechselt. Moderne DNA-Analysen zeigen jedoch, dass die argentinische Bonarda mit der französischen Rebsorte Douce Noir identisch ist. In Kalifornien ist sie unter dem Namen Charbono bekannt.
Ist Bonarda eher wie Merlot oder wie Malbec?
Bonarda erinnert viele Weinfreunde eher an einen fruchtbetonten Merlot als an einen kräftigen Malbec. Die Weine besitzen meist weiche Tannine, viel Frucht und eine zugängliche Art. Im Vergleich zu Malbec wirkt Bonarda häufig harmonischer und früher trinkreif.
Wozu passt Bonarda?
Bonarda passt hervorragend zu Empanadas, Asado, Burgern, Pizza, Pasta mit Tomaten- oder Fleischsaucen sowie gegrilltem Fleisch. Reifere oder im Holz ausgebaute Bonardas begleiten auch Schmorgerichte, Wild und Pilzgerichte.
Wo wächst Bonarda heute?
Das wichtigste Anbauland ist Argentinien. Die größten Rebflächen liegen in Mendoza und San Juan, weitere Bestände in La Rioja und Catamarca. Außerhalb Argentiniens ist Bonarda deutlich seltener anzutreffen.
Warum steht Bonarda im Schatten des Malbec?
Malbec wurde zum internationalen Aushängeschild Argentiniens. Bonarda blieb lange im Hintergrund, obwohl sie zu den wichtigsten roten Rebsorten des Landes gehört. Heute entdecken immer mehr Winzer und Weinfreunde ihr Potenzial für fruchtbetonte und charaktervolle Rotweine.
Ist Bonarda ein trockener Rotwein?
Ja. Bonarda wird überwiegend trocken ausgebaut. Die fruchtbetonten Aromen von Kirschen, Pflaumen und dunklen Beeren lassen manche Weine süßer wirken, tatsächlich enthalten sie jedoch meist nur wenig Restzucker.