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Wein aus Mourvèdre

Mourvèdre – mächtige Rotweine aus heißen Lagen. Um voll ausreifen zu können, braucht die spätreifende Rebsorte Mourvèdre viel Wärme und ist daher prädestiniert für heiße Weinbauregionen. Aus Spanien stammend, liefert diese dort Monastrell genannte, dunkelfarbige und dickschalige Traube sehr tanninreiche und fruchtbetonte Rotweine – ideal zum Verschneiden (zum Beispiel im Châteauneuf-du-Pape). Aber auch rebsortenrein faszinieren Mourvèdre Rotweine mit Farbe, Fülle und Frucht. Begabte Winzer keltern aus dieser Traube mächtige, würzige und urtümliche Rotweine mit lautem Charakter. Mourvèdre ist selten ein Rotwein für Liebhaber der leisen Töne. Die Rebsorte steht vielmehr für Kraft, Tiefe und Persönlichkeit. Mehr lesen ▷

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Wie schmeckt Mourvèdre? Duft & Geschmack 

Mourvèdre bringt dunkle, mächtige und urtümliche, fast schon animalische Rotweine hervor. Die Weine zeigen viel Farbe und leuchten oft in tiefem Purpurrot bis Dunkelviolett. Typisch sind Aromen von Brombeere, Holunder, Schwarzkirsche und Backpflaume. Dazu kommen häufig pfeffrige, rauchige und krautige Noten sowie Anklänge von Leder und Garrigue. 

Am Gaumen wirkt Mourvèdre oft jugendlich wild und ungestüm. Die Rotweine haben meist viel Tannin, höheren Alkoholgehalt, eine präsente Säure und bemerkenswerte geschmackliche Tiefe. In jungen Jahren können Mourvèdre-Weine etwas verschlossen erscheinen. Geben Sie ihnen Luft zum Atmen und sie danken es mit Eleganz, Nachhaltigkeit und großer geschmacklicher Länge. 

Mourvèdre ist meist kein Rotwein für Liebhaber der leichten und sanften Töne. Die sonnenhungrige Sorte überzeugt eher mit lautem Charakter und unbändiger Kraft und »brüllt« fast aus dem Glas. Doch trotz dieser manchmal unbändigen Kraft zeigen gute Mourvèdre Weine immer auch Frische und Spannung am Gaumen – rustikale Eleganz! 

Wozu passt Mourvèdre? Empfehlungen für mehr Genuss 

Mourvèdre ist kein Rotwein für feine Zwischentöne. Die Rebsorte liebt kräftige Aromen, Röstaromen, Rauch und lange Garzeiten. Kurz gesagt: Je dunkler, geschmorter, rauchiger und würziger ein Gericht ist, desto wohler fühlt sich auch der Mourvèdre. 

Wir empfehlen Mourvèdre zu Schmorgerichten aus Rind, Lamm und Wild. Ob Wildschweinragout, geschmorte Rehkeule, Kaninchen oder langsam gegarter Rinderbraten – die intensive Aromatik solcher Gerichte findet in Mourvèdre einen ebenbürtigen Partner. Seine kräftigen Tannine und die präsente Säure geben dem Wein ordentlich Rückgrat, damit er auch bei reichhaltigen Saucen und kräftigen Jus mithalten kann. 

Hervorragend passen auch geräucherte Fleischgerichte wie Entenbrust aus dem Rauch oder BBQ-Spezialitäten aus dem Smoker. Die rauchigen, pfeffrigen und manchmal fast wilden Aromen des Weins harmonieren mit den Röstaromen dieser Speisen. 

Sie lieben gutes Gemüse? Probieren Sie mal gegrillte oder geschmorte Auberginen und Paprika mit deutlichen Röstaromen. Besonders spannend wird es bei hocharomatischen Pilzgerichten. Steinpilze, Kräuterseitlinge oder Waldpilze in eigenem Jus greifen die erdigen und würzigen Facetten des Mourvèdre perfekt auf. Bei Tomaten entscheidet die Zubereitung. Rohe Tomaten enthalten den säuerlichen Bitterstoff Tomatin, der viele Rotweine bitter und fruchtarm erscheinen lässt. Werden Tomaten jedoch lange gekocht und Bestandteil einer reichhaltigen Sauce oder eines Schmorgerichts, kommt auch das kleine Tanninmonster Mourvèdre wieder ins Spiel. 

Bei Käse passen kräftige Sorten aus gepresstem oder gepresstem und erhitztem Teig. Unsere Empfehlungen sind Parmigiano, Comté, Gruyère Suisse, Manchego oder Appenzeller. 

Vorsicht gilt bei stark gesalzenen Wurstwaren. Salz verstärkt die Tannine und lässt den Wein härter wirken. Besser passen kräutergewürzte oder salzärmere Würste. 

Wo wächst Mourvèdre? Heiße Lagen von Spanien bis Übersee 

Mourvèdre ist eine Sonnenanbeterin. Die Rebsorte gehört zu den spätest reifenden Rotweinrebsorten der Welt und benötigt deutlich mehr Wärme als viele andere Sorten. Wenn andere Sorten schon gelesen werden, gönnt sich Mourvèdre noch die Herbstsonne. Diese lange Reifezeit sorgt für dunkle Frucht, viel Tannin, höheren Alkoholgehalt und wilde Würze. 

Die wahrscheinliche Heimat dieser Rebsorte liegt auf der iberischen Halbinsel. Unter dem Namen Monastrell stehen die allermeisten Rebstöcke in Spanien, genauer in den heißen Regionen Jumilla, Yecla, Bullas und Alicante. Bis heute dominiert Spanien den weltweiten Anbau und prägt unser Bild dieser Rebsorte. 

Eine lange Mourvèdre-Tradition besitzt auch Frankreich. Weltweite Berühmtheit erlangte Bandol an der französischen Mittelmeerküste. Vielen Weinliebhabern gilt Bandol mit seinen komplexen Rotweinen auch als Referenzregion für Mourvèdre. 

Besonders spannend wird Mourvèdre jedoch in der Neuen Welt. Unter ihrem historischen Namen Mataro bringt die Rebsorte im australischen Barossa Valley und in McLaren Vale kraftvolle Rotweine ins Glas. Eines der Vorzeigeprojekte sind sogenannte GSM-Blends aus Grenache, Shiraz und Mourvèdre (Mataro). In diesen Regionen stehen knorrige Mourvèdre-Rebstöcke, die zu den ältesten der Welt zählen. 

Das große Potential der spätreifenden Rebsorte erkannte auch Südafrika. Vor allem aus den warmen Regionen Swartland und Paarl kommt Mourvèdre heute rebsortenrein sowie als wichtiger Bestandteil südafrikanischer Rhône-Blends. 

Eine besondere Rolle für Mourvèdre spielt Chile. In der historischen Weinregion Itata wachsen auf kargen Böden teilweise über hundert Jahre alte Buschreben. Das trockene Klima, die alten Rebstöcke und die traditionelle Bewirtschaftung bringen einzigartige Mourvèdre-Weine hervor – wild, mächtig und urtümlich. 

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Was unterscheidet Mourvèdre von anderen Rotweinen? 

Mourvèdre zeigt seine ganze Pracht durchaus erst beim zweiten und dritten Schluck. Zunächst wirken manche Rotweine eher kantig und sehr fordernd. Geben Sie dem Wein Zeit und viel Luft zum Atmen, dann entdecken Sie dunkle Frucht, würzige Tiefe und erstaunliche Komplexität. 

Am häufigsten tritt Mourvèdre gemeinsam mit Grenache in einer Cuvée auf. Warum? Grenache bringt Charme und Frucht, Mourvèdre liefert Struktur, Würze und Tiefe. Beide Rebsorten ergänzen sich bestens. 

Eine Liaison geht Mourvèdre auch gerne mit Shiraz ein. Beide Rebsorten lieben Sonne und Wärme und bringen kraftvolle Rotweine hervor. Shiraz zeigt seine Kraft häufig über üppige Frucht und Opulenz. Mourvèdre dagegen wirkt herzhaft, kräuterwürzig und ursprünglich. Wahrhaft kongeniale Partner in einer Cuvée. 

Cabernet Sauvignon wirkt oft straffer und geradliniger. Mourvèdre erscheint wärmer, würziger und mediterraner. 

Sie schätzen Rotweine, die nicht glattgebügelt sind? Entdecken Sie Mourvèdre! 

Vom Außenseiter zur Zukunftssorte – die Geschichte des Mourvèdre 

Die Geschichte des Mourvèdre beginnt rund um das Mittelmeer. Bis heute trägt die Rebsorte unterschiedliche Namen: in Spanien Monastrell, in Frankreich Mourvèdre und in Australien Mataro. Mourvèdre war für viele Winzer nie die einfache Wahl. Die Rebsorte treibt spät aus, reift sehr spät und verlangt sehr viel Sonne. Daher drohten in kühleren Jahren unausgereifte Trauben und geringe Erträge. Viele Weinbauregionen gingen lieber den einfachen Weg und setzten auf unkomplizierte und ertragreiche Sorten. Über Jahrzehnte blieb Mourvèdre ein Außenseiter. 

Dennoch hielten einige Winzer der Rebsorte die Treue. Sie erkannten, dass Mourvèdre etwas liefern kann, was viele andere Rebsorten nicht ins Glas bringen: urtümlichen Charakter. Die besten Weine verbinden Kraft, Würze, Tiefe und Langlebigkeit. Als Partner von Grenache und später auch Shiraz erlangte Mourvèdre zudem einen formidablen Ruf in hochklassigen Rotwein-Cuvées. 

Die Wahrnehmung der Rebsorte veränderte sich mit der Klimaveränderung zusehends. Ausgerechnet jene Eigenschaften, die Mourvèdre lange zum Außenseiter machten, gelten heute als große Stärke. Die Rebsorte liebt Hitze, kommt mit Trockenheit gut zurecht und bewahrt selbst in sehr warmen Jahren Struktur und Charakter. 

Mourvèdre wurde vom Außenseiter zur Rebsorte der Zukunft und gilt vielen Winzern als eine der entscheidenden Antworten auf die Herausforderungen des modernen Weinbaus. 

Mourvèdre kaufen bei vinovossum 

In unserem Wein OnlineShop finden Sie ausgewählte Mourvèdre-Rotweine. Ob rebsortenrein oder in einer Cuvée, Sie werden das Urtümliche dieser Rebsorte schmecken. Entdecken Sie Weine mit lautem Charakter. Über unseren Weinversand erhalten Sie die Weine innerhalb von 3 Tagen direkt nach Hause geliefert. 

Sie möchten Beratung bei der Wahl eines Mourvèdre? Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail. Wir beraten Sie gerne. Oder klicken Sie direkt auf das rote Feld und entdecken selbst Ihren Mourvèdre. 

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Warum Sie vinovossum bei der Weinberatung vertrauen können 

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit Wein, Weinberatung und internationalem Weinhandel. Unser Schwerpunkt liegt seit vielen Jahren ausschließlich auf feinen Weinen aus Übersee. Alle Winzer kennen wir persönlich und besuchen ihre Weinregionen regelmäßig. Dadurch erhalten wir Informationen zu Rebsorten, Klima, Böden, Weinbergen und Ausbau direkt aus erster Hand. 

Die Inhalte unserer Weinberatung entstehen auf Grundlage eigener Verkostungen, langjähriger Erfahrung sowie des engen Austauschs mit Winzern aus Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und Uruguay. Unser Ziel ist es, Weinwissen verständlich zu erklären und Ihnen die Auswahl des passenden Weins zu erleichtern. 

Mehr über unsere Philosophie, unsere Winzer und unsere Leidenschaft für Übersee-Weine erfahren Sie auf der Seite »Über vinovossum«. 

Häufige Fragen zu Mourvèdre

Wie schmeckt Mourvèdre? 

Mourvèdre schmeckt meist kraftvoll, würzig und dunkelfruchtig. Typisch sind Aromen von Brombeere, Holunder, Schwarzkirsche und Backpflaume. Häufig kommen pfeffrige, rauchige und kräuterwürzige Noten sowie Anklänge von Leder und Garrigue hinzu. Die Weine besitzen meist viel Tannin, eine präsente Säure und bemerkenswerte geschmackliche Tiefe. 

Ist Mourvèdre ein schwerer Rotwein? 

Eher ja, denn Mourvèdre ist meist körperreich, alkoholstark und konzentriert. Die Rebe sammelt in ihren Beeren viel Zucker und ermöglicht dadurch höhere Alkoholgehalte. Zugleich haben die Rotweine wegen der dicken Beerenhaut meist auch mehr Tannine (Gerbstoffe). 

Warum heißt Mourvèdre auch Monastrell oder Mataro? 

Mourvèdre trägt je nach Herkunftsland unterschiedliche Namen. In Spanien heißt die Rebsorte meist Monastrell, in Frankreich Mourvèdre und in Australien Mataro. Hinter allen drei Namen verbirgt sich dieselbe Rebsorte. 

Zu welchen Speisen passt Mourvèdre besonders gut? 

Mourvèdre passt besonders zu Speisen mit kräftigen Aromen, Röstaromen, Rauch und langen Garzeiten. Die Weine harmonieren hervorragend mit Schmorgerichten aus Rind, Lamm und Wild, mit geräucherter Entenbrust, BBQ-Spezialitäten sowie mit gegrilltem oder geschmortem Gemüse. Auch hocharomatische Pilzgerichte und kräftige Käsesorten wie Comté, Gruyère Suisse, Manchego oder Appenzeller passen sehr gut zu Mourvèdre. 

Muss man Mourvèdre dekantieren? 

Eine Grundregel gibt es nicht. Junge Mourvèdre-Weine profitieren jedoch häufig von etwas Luft. Durch das Karaffieren wirken die Tannine oft weicher und die Aromatik öffnet sich stärker. Bereits 30 Minuten können einen deutlichen Unterschied machen. Kräftige Mourvèdre-Weine profitieren oft sogar von ein bis zwei Stunden Sauerstoffkontakt. Ältere Mourvèdre-Weine mit Depot sollten dagegen vorsichtig dekantiert werden, damit der Bodensatz in der Flasche bleibt. 

Kann Mourvèdre reifen? 

Viele Mourvèdre-Weine besitzen ein gutes Reifepotential. Verantwortlich dafür sind die meist kräftige Struktur, das Tannin und die Konzentration der Weine. Wie lange ein Mourvèdre gelagert werden kann, hängt jedoch von Herkunft, Qualität und Ausbau ab. Hochwertige Mourvèdre-Weine können über viele Jahre hinweg an Komplexität, Eleganz und geschmacklicher Tiefe gewinnen. 

Was unterscheidet Mourvèdre von Shiraz und Grenache? 

Grenache bringt meist Charme und Frucht, Mourvèdre liefert Struktur, Würze und Tiefe. Shiraz überzeugt häufig durch Opulenz und üppige Frucht. Mourvèdre wirkt dagegen herzhafter, kräuterwürziger und ursprünglicher.

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